alle jahre wieder …

und wieder einmal steht das unvermeidliche weihnachten vor der tür. und wie es scheint, gibt es immer noch leute, die sich darüber streiten, ob man es als nicht-christ überhaupt feiern darf oder nicht. aber mal ehrlich … wen interessiert das denn? weihnachten hatte noch nie etwas mit dem christentum zu tun. viel mehr ist es so, dass christen den heidnischen brauch, weihnachtsbäume aufzustellen, adaptiert haben, genauso, wie sie die meisten anderen (wenn nicht gar alle) traditionen von anderen religionen übernommen haben, damit es den nicht-christen der damaligen zeit leichter fiel zu konvertieren. in der heutigen säkularen gesellschaft spielt auch das keine rolle mehr. für die meisten ist weihnachten eine schöne gelegenheit, mit der familie zusammenzukommen und eine schöne zeit zu verbringen. mehr nicht. mythologie spielt dabei keine rolle. christen sollten sich also entspannen, wenn sie mal wieder glauben, die feiertage für sich gepachtet zu haben. während sie den geburtstag ihrer mythologischen Jesus-figur feiern, genießen die anderen einfach die freie zeit im kreise ihrer lieben. und geschenke gibt es auch dazu.
passenderweise ist weihnachten auch immer die zeit der märchen. schon heute freue ich mich auf die alljährliche ausstrahlung von Drei Haselnüsse für Aschenbrödel. andere freuen sich über die aufführung des krippenspiels. und vielleicht denkt der eine oder andere daran:

Wenn du einen Kühlschrank voll Essen besitzt, ausreichend Kleidung, ein Dach über dem Kopf und einen Platz zum Schlafen hast, bist du reicher als 75% der Menschen auf dieser Welt.
Wenn du Geld auf der Bank, in deinem Geldbeutel hast, und Ersparnisse zurück gelegt, gehörst du zu den oberen 8% der wohlhabenden Bevölkerung in der Welt
Wenn du an diesem Morgen mit mehr Gesundheit als Gebrechen aufgewacht bist, bist du mehr vom Glück verwöhnt als die Million, die diese Woche nicht überleben werden.
Wenn du niemals die Gefahr des Kampfes, die Einsamkeit der Gefangenschaft, die Qual der Folter oder quälenden Hunger erfahren hast, hast du 500 Million Menschen auf der Welt etwas voraus.
Wenn du deine Religion ohne Angst vor Bedrohung, Belästigung, Arrestierung, Folter oder Tod ausüben kannst, bist du besser dran als 3 Milliarden Menschen auf der Welt.
Wenn deine Eltern noch am Leben und zusammen/verheiratet sind, kannst du dich zu den ganz Wenigen zählen.
Wenn du den Kopf hoch hältst, mit einem Lächeln im Gesicht, und wirklich dankbar bist, ist das dein Segen, denn die Mehrheit kann, doch die meisten tun es nicht.
Wenn du diesen Text lesen kannst, bist du begünstigter als die über 2 Milliarden Menschen auf der Welt, die überhaupt nicht lesen können.

(textquelle ist mir leider nicht mehr bekannt)

Advertisements

Schriftgut – eine Nachbetrachtung

die erste Dresdner Literaturmesse neigt sich ihrem ende entgegen – doch kein grund zum traurig sein: nach einem sehr erfolgreichen start steht der termin für das kommende jahr schon fest, so dass es für die veranstalter heißt: nach der messe ist vor der messe.

für mich, die die messe am samstag besucht hat, gab es mehrere highlights in ganz verschiedener hinsicht.

zuerst zu nennen ist natürlich die podiumsdiskussion der Dresdner Literaturner zum thema »Schreiben – ein einsames Handwerk?«, in welcher die arbeit von autorengruppen, vereinen und onlineforen beleuchtet wurde. unter der leitung von Yvonne Schönlein, der vizevorsitzenden des Dresdner Literaturner e.V., diskutierten Rolf Bergmann und Willi Hetze die aktuellen veränderungen der schriftstellerischen arbeitsweise, die sich durch die zunehmende digitalisierung ergeben.

bei einem anschließenden besuch am gut frequentierten stand des Dresdner Buchverlags, der auch den ersten erzählband der Dresdner Literaturner herausbrachte, eröfffnete sich sogleich ein weiterer höhepunkt, der besonders mich als Sherlock Holmes fan begeisterte: der erste roman, »A Study in Scarlet«, um die bekannte und beliebte figur von Sir Arthur Conan Doyle wurde neu übersetzt und in einer auf 1000 stück limitierten mit seriennummer versehenen edition veröffentlicht. erschienen ist band bei Zwiebooks, und wie der name der tochtersektion des Dresdner Bucheverlags bereits erahnen lässt, ist das besondere an dem buch seine ›doppelseitigkeit‹: zum einen natürlich der englische original text, zum anderen (quasi über kopf!) die übersetzte version nach Vivien Ernst, die zusätzlich mit kommentaren in den fußnoten versehen ist, wenn gewisse dinge der erklärung bedürfen, wie etwa das damals übliche englische banknotensystem (an dem ich beim lesen des originaltexts früher immer verzweifelt bin und für eine knappe erläuterung dankbar gewesen wäre). abgerundet wird das ganze durch ein dynamisches lesebändchen, in welches die seriennummer imprägniert ist (und bevor sich potentielle käufer hoffnungen machen, die begehrte nummer 221 ist bereites der Sherlock Holmes Gesellschaft vermacht (;) das frontcover der englischen ›hälfte‹ des buches zeigt eine holzpfeife, wie man sie von Sherlock kennt, der gern mal eine raucht, wenn er sich mit einem problem beschäftigt. das ›rück-cover‹ ziert ein fingerabdruck, sozusagen als fingerzeig auf das bevorstehende abenteuer des Dedektives und seines Chronisten Doktor Watson. aufgrund der außergewöhnlichen ›zweiköpfigkeit‹ ist das buch handgebunden, was seinen preis von 34,90 € allemal rechtfertigt. über den inhalt muss sicher nichts mehr gesagt werden. die erste auflage erschien erst jüngst im November dieses jahres. Sherlock Holmes fans sollten sich auf jeden fall ein exemplar für ihren bücherschrank sichern! (ISBN: 978-3-943451-02-3)

zu guter letzt besuchte ich den poetry slam, der den samstag abend abrundete. mir wurde empfohlen, ihn keinesfalls zu verpassen und ich wurde nicht enttäuscht. 8 junge poeten traten in zwei runden gegeneinander an, ehe sich die vier besten nochmals im finale begegneten. am ende gewann auch mein persönlicher favorit, ein junger mann (dessen namen mir, wie ich gestehen muss, leider entfallen ist …), der in der ersten runde das publikum mit einem text über seine “kleine nerd-freundin” überzeugte und schließlich mit seinem zweiten text, einem aufzählungstext, der in der aufforderung gipfelte, seine zeit zu nutzen und nicht zu verträumen, den sieg errang.

abschließend halte ich fest, dass dieser samstag ein gelungener messetag war – die anreise aus Leipzig hat sich in jedem fall gelohnt. nun sind die erwartungen für das kommende jahr hoch gesteckt!

Irgendwo … wartet etwas Wunderbares darauf, entdeckt zu werden.

heute wäre Carl Sagan 78 jahre alt geworden. um seinen geburtstag würdig zu feiern, schaut mal wieder eine Cosmos-episode, lest in seinen büchern oder hört euch das eine oder andere lied der Symphony of Science an, die ausschnitte aus Carls vorträgen wundervoll gesampelt hat.

Carl Sagan hätte sicher seine freude an der technischen und wissenschaftlichen entwicklung gehabt, die seit 1996, seinem todesjahr, enorm voranstrebte. Er selbst bezeichnete die wissenschaft als bollwerk gegen den mystizismus, gegen aberglaube und gegen falsch angewandte religion, dort, wo sie keine aufgabe hat.

mit seiner arbeit hat er einem breiten publikum astrophysikalische vorgänge und phänomene verständlich gemacht und begeisterte seine zuschauer und leser mit seiner liebe zur astronomie und den naturwissenschaften. sein schaffen ist vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit NASA-Medaillen für Exceptional Scientific Achievement und Distinguished Public Service und dem NASA Apollo Achievement Award.

die Carl Sagan Stiftung setzt sich weltweit für öffentliche bildung in naturwissenschaften ein, wie sie von ihrem gründer so brilliant betrieben wurde. ihr erstes projekt ist das Carl Sagan Discovery Center im The Children’s Hospital in Montefiore, in der Bronx, New York. es verbindet gesundheitsvorsorge und wissenschaftliche bildung, indem es kinder und deren eltern nicht nur mit wissen über ihre eigene gesundheit versorgt, sondern auch über das universum um sie herum.

Carl Sagans geistiges erbe ist weltweit eine inspiration, nicht allein für astrophysiker, sondern für alle, deren wissensdurst sie stets voran treibt.

klima und andere katastrophen

ab jetzt wird wieder klein geschrieben … jüngst wüten zum wiederholten male schlimme orkane an der ostküste der usa, wie es in den nachrichten hieß. eine meiner bekannten aus London schrieb daraufhin: “Bitte betet für die Menschen an der Ostküste. Möge Gott Männer, Frauen und Kinder schützen.” – als ich das las, hoben sich meine brauen zu einem stirnrunzeln. und ein leiser zweifel am verstand besagter bekannten kam auf. glaubt sie allen ernstes, dass gebete irgend etwas bewirken?, fragte ich mich.

etwas ähnliches ist mir mit einer anderen bekannten passiert, die ihre freunde bat, sie in ihre gebete einzuschließen, da sie schreckliche schmerzen im knie hätte. ich war kurz davor, ihr zu schreiben: suche einen arzt auf, wenn du hilfe brauchst, das wird mehr helfen als tausend gebete!, habe mich dann aber doch dagegen entschieden, da sie eine ausgemachte gläubige ist und meinen wohlgemeinten ratschlag vermutlich missverstanden hätte. (zudem hatte ihr eine andere schwester bereits einen ähnlichen rat erteilt, nur in etwas verständnisvollerer weise, als es bei mir der fall gewesen wäre …)

wieso sind menschen so irrational? (nicht, dass ich wirklich überrascht bin …) gebete bewirken rein gar nichts, außer vielleicht der beruhigung des eigenen gewissens, wenn der betende das gefühl hat, etwas hilfreiches getan zu haben, während er tatsächlich nichts gemacht hat.

ich verstehe ja, dass es eine nette geste sein kann, dem anderen auf diese weise zeigen zu wollen: ich denke an dich! aber das hilft dem anderen in seiner situation herzlich wenig, wenn er gerade um leib und leben bangt. wenn ihr einem anderen helfen wollt, analysiert seine situation und überlegt, was ihm tatsächlich helfen könnte – und dann macht es einfach! aber verschwendet keine zeit mit gebeten, die sowieso ziellos sind.

Ein Grund zum Feiern!

Die Dresdner Literaturner begehen ihr fünfjähriges Jubiläum!
Und falls Sie aus irgend einem Grund die Oktoberlesung versäumt haben, haben Sie zur ersten Dresdner Literaturmesse »Schriftgut« in der Börse Dresden gleich zwei Mal erneut die Gelegenheit, uns live zu erleben. Jeweils am 11. und 12. 11. 2012 werden wir zugegen sein und uns und unsere Arbeit vorstellen.

Bis dahin geben Sie auf sich Acht und genießen Sie das Herbstwetter – bei Sonne im Freien, oder bei Regen zu Hause mit einem guten Buch!

Hello world!

willkommen auf meinem blog!

es ist anfang oktober, zeit, etwas neues zu beginnen! (die angewohnheit, alles klein zu schreiben, ist allerdings nicht neu.)
der herbst ist da, und damit einhergehend werden die tage kälter und kürzer und sowieso viel unschöner als sie es noch im sommer waren. oder nicht? es beginnt wieder die zeit des lauschigen vor dem kamin sitzens, bei einer guten tasse tee oder schokolade oder wahlweise einem anderen getränk und natürlich einem guten buch. ans herz lege ich da jedem den erzählband »Drei Worte« der Dresdner Literturner, erschienen im Dresdner Buchverlag.

und auch freunde des passiv-lesens kommen am 12. 10. in den genuss, ausgewählte geschichten daraus zu hören. die Dresdner Literaturner laden ab 20 uhr ins Erdgeschoss Kaffeekultur zu Dresden zur lesung ein. die geneigten besucher erwarten humorvolle, einfühlsame und dramatische texte, die zuweilen von kuriosen begebenheiten erzählen.  wenn Sie schon immer wissen wollten, wie ein gärtner ins weltall kommt oder was es mit dem geheimen doppelleben eines sauerkrautkochs auf sich hat, sollten Sie die lesung in keinem fall versäumen.

weitere veranstaltungstipps folgen, doch natürlich soll es hier nicht nur um termine gehen.

von etwas neuem war die rede. die Dresdner Literaturner arbeiten derzeit eifrig an ihrem zweiten erzählband – doch dazu später an anderer stelle mehr.

zum schluss ein völlig aus dem zusammenhang gerissener gedanke: in wenigen monaten ist weihnachten … oder das ende der welt – welches ereignis bevorzugen Sie?

Next Newer Entries