Spooky Scary Writing

Emma T. Fink rief den Spooky Scary Writing Tag ins Leben, dessen Fragen sich an Kreaturen rund um Halloween orientieren. Die Fragen sind ursprünglich auf Englisch formuliert, doch der Einfachheit halber werde ich sie auf Deutsch beantworten.

1. Ghost
Have you ever originally put a character/scene/theme in the book and then later taken it out?

Ja! Ich erinnere mich an eine Szene, die in einem Café spielte, die atmosphärisch zwar dicht war, aber wenig relevante Informationen enthielt. Daher habe ich sie kurzerhand gestrichen und die Infos an anderer Stelle eingestreut. Hat der Erzählung nicht geschadet.

2. Bat
Most misunderstood character in your WIP? (WIP bezieht sich in diesem Fall auf »An approach to life«)

Die offensichtlichste Antwort ist: Erik. Er erscheint als rücksichtslos und gewalttätig, doch tatsächlich hat er nichts anderes gelernt und dieses Verhalten hat ihm in der Vergangenheit das Leben gerettet. Seine warmherzige Seite kommt erst zum Vorschein, als er Menschen begegnet, denen er vertrauen kann.

3. Jack-O-Lantern
What’s your most common source of inspiration to write?

Meine eigene Phantasie, aber auch Musik bzw. deren Lyrics. Aber hauptsächlich meine Phantasie.

4. Zombie
Preferred form of writerly fuel? Coffee, tea, etc.

Meistens ist das tatsächlich Wasser. Ich liebe Tee in (nahezu) allen möglichen Sorten! Vor kurzem habe ich allerdings auch angefangen, Kaffee zu trinken (dabei schmeckt mir das Zeug nicht mal … ). Nichts geht jedoch über einen guten Macha Latte. 😊

5. Vampire
Cheesiest trope that made it into your novel?

Als würde ich sowas schreiben … 555+ (ห้าห้าห้า+)
Was wäre so eine Geschichte ohne ein paar Momente der Romantik und Fluff? (eine bessere …) *ahem* Es gibt nicht viele solcher Momente, aber es gibt sie. Gehört wohl irgendwie dazu. (Ein Spaziergang bei Nacht? Sternenschau? Ein gemeinsames Frühstück?)

6. Spider
What’s a character in your WIP that’s fine from afar, but you would NOT want to interact with if they ever got close?

Raoul, würde ich sagen. Anfangs scheint er sympathisch zu sein, doch er ist schnell dabei, die Waffen zu zücken, wenn er seine Freunde/Familie in Gefahr wähnt. Außerdem ist er ein ziemlicher Snob.

7. Frankenstein’s Monster
Ever combined two characters into one/split one character into two?

Bisher nicht. Da meine Geschichten meist Figur-orientiert erzählt sind, mache ich mir vor dem Schreiben Gedanken über die unterschiedlichen Charaktere, die darin vorkommen. Manchmal kommt es allerdings vor, dass ich dieselben Figuren für unterschiedliche Geschichten nutze. (Ich liebe Spin-offs, daher ist es nicht selten, Figuren aus früheren Kurzgeschichten woanders wieder anzutreffen)

8. Skeleton
Best tips for adding in character baggage without info-dumping?

Dialoge! Wenn Figuren einander etwas über ihre dunkle Vergangenheit anvertrauen, ist das einerseits eine gute Gelegenheit, ein paar Infos einzustreuen, ohne eigens eine Rückblende zu eröffnen, gleichzeitig aber auch eine Chance, die Figuren einander näher zu bringen.

9. Cat
What’s a polarizing writing/bookish opinion that you have?

Schreiben ist ein Handwerk und kann nur durch ständiges Training perfektioniert werden; Inspiration ist etwas für Amateure. Autoren sollten außerdem wie alle anderen für ihre Arbeit gut bezahlt werden. (Das betrifft insbesondere Lesungen.)

10. Demon
Most frequent writing distraction?

Lakorn (ละคร)/K-Drama. Online-Tutorials für Skills, die ich schon immer einmal erlernen wollte. Zu viele Interessen bei zu wenig Zeit.

Advertisements

News: Lesung im September

Lange gab es hier nichts Neues, hauptsächlich deswegen, weil die Arbeit am Manuskript sehr viel Zeit verschlang. Doch nun eine gute Nachricht: Am 26. September lese ich gemeinsam mit den Kolleginnen vom BvjA Autorenstammtisch in der Stadtteilbibliothek Süd zu Leipzig. Beginn ist 19 Uhr, der Eintritt ist frei. Hier alle Infos auf einen Blick:

Save the Date!

Besagtes Manuskript ist übrigens in der Beta-Phase. An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an alle, die sich als Beta-Leser zur Verfügung gestellt haben! Ohne euch wäre mir einiges entgangen. 🙂

Besuch bei Rabe

So lautet der Titel meiner jüngsten Kurzgeschichte. Einige erinnern sich vielleicht an die Figur? Es ist eine Weile her …

In Kürze werde ich den Text hier vorstellen. Vorher jedoch wird er einer rigorosen Überarbeitung unterzogen.

Ich hatte überlegt, im August erneut am #Autorenwahnsinn teilzunehmen, aber da sich das Interesse nach der Ankündigung in Grenzen hielt, habe ich mich nun doch umentschieden. Die gesparte Zeit verwende ich lieber darauf, mein Romanmanuskript zu überarbeiten.

Ganz recht, nach langer Zeit – gefühlte Jahre! – habe ich vor einigen Wochen endlich die Erstfassung für den noch im Entstehen begriffenen Roman »An Approach to Life« (AT) fertiggestellt. Diese Rohfassung kann ich natürlich nicht meinen Beta-Lesern zumuten, weshalb es nun an eine erste Überarbeitung geht. Viele Autoren beginnen damit, zunächst inhaltliche Schwächen auszumerzen und widmen sich hinterher den stilistischen Verfehlungen. Beides kann ich leider nicht ganz trennen. Jedesmal, wenn ich mir vornehme, nur auf den Inhalt zu achten, stolpere ich über eine Passage, die ich unmöglich so stehen lassen kann. Passiert euch das auch manchmal?

Vielleicht fragt sich die/der eine oder andere LeserIn, was aus »Zeit der Masken« geworden ist. Auch diese Geschichte ist nicht vergessen. Der Plot verlangte nachträglich allerdings nach gravierenden Änderungen, was unweigerlich zu tieferen Eingriffen in das bisherige Manuskript führte, und so … ersuche ich erneut um Eure Geduld!

Um aber auf Rabe zurückzukommen … wenn ihr seine Geschichte hören wollt, schaut bald wieder rein!

Danke für die Aufmerksamkeit! 🙂

Aside

*newsflash* (Nov. 2016)

kurz in eigener Sache: Leider kann ich derzeit meine Homepage (claudia-thoss.de) nicht aktualisieren, daher wird es in absehbarer Zeit alle Neuigkeiten hier zu lesen geben.

als erstes vielen Dank für eure Geduld! (falls noch jemand mitliest …) ich bin, was die Betreuung des Blogs angeht, sehr säumig gewesen. einerseits, weil ich seit April einen neuen Job habe und andererseits, weil ich gerade emsig an einem neuen Romanmanuskript schreibe. (»Zeit der Masken« pausiert zwar noch immer, aber auch für diese Geschichte besteht noch Hoffnung)

zudem bitte ich aufrichtig um Entschuldigung bei denjenigen, deren Mails noch darauf warten von mir beantwortet zu werden (z.T. schon über eine lange Zeit hinweg – es tut mir leid! T^T). ihr seid nicht vergessen und ich gelobe Besserung!

über das neue Projekt möchte ich noch nicht allzu viele Worte verlieren, außer dass ich gut voran komme und den ersten Entwurf in naher Zukunft – d.h. gegen Ende dieses Jahres – fertigzustellen die Hoffnung habe. (klingt das zu kryptisch? wollte sagen: ich gebe mein Bestes!)

ich hoffe, euch geht es gut und die Kälte macht euch nicht zu sehr zu schaffen. kommt gut durch den Herbst!

Aside

die Mär vom christlichen Abendland

mehr als einmal las ich in den vergangenen Monaten vom “christlichen Abendland” oder “christlichen Werten”, die hierzulande angeblich verteidigt werden. nur, von welchen Werten ist da bitte die Rede?

manche berufen sich auf die zehn Gebote, wie sie im Alten Testament zu finden sind. doch bereits Christopher Hitchens hat analysiert, dass darin nur wenig brauchbares zu finden ist, was für die heutige Ethik von Relevanz ist. zudem steht dort auch nichts, was sich als genuin christlich bezeichnen ließe (wie Herr Hitchens ebenfalls feststellt).

einige reden von einer “christlichen Tradition”. doch welche Tradition sollte das sein? wie Rolf Bergmeier und Dr. Michael Schmidt-Salomon von der gbs richtig feststellten, steht die Wiege unserer heutigen Zivilisation nicht in Bethlehem, sondern auf der Akropolis. dort etablierte sich die erste Demokratie, Natur- und Geisteswissenschaften sowie Kunst kamen zur Blüte. von diesem Erbe zehren sie noch heute: die antike Kultur Griechenlands und Roms sind die Fundamente des heutigen Europas.

alle Werte, die in einer aufgeklärten Gesellschaft heute hochgehalten werden, sind gerade gegen das Christentum erstritten worden: Religions- und Glaubensfreiheit und die damit einhergehende Trennung von Kirche und Staat (die m.M.n. noch weit stärker vollzogen werden sollte), Rede- und Meinungsfreiheit, die Gleichberechtigung der Frau (wobei es da auch noch einiges zu tun gibt …), die Abschaffung der Sklaverei, wissenschaftlicher Fortschritt (die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit). Der Humanismus ermöglichte die Abkehr von einem menschenverachtendem, weltfremdem Dogma, das den Anspruch erhebt, das Leitbild einer ganzen Kultur zu bestimmen.

wer also vom “christlichen Abendland” schwadroniert, sieht wohl nur die eigenen Privilegien bedroht, in einer Zeit, in der Religion eine immer geringere Rolle spielt. verzweifelte Versuche werden unternommen, die zunehmende Bedeutungslosigkeit der Kirchen zu verschleiern, indem man so tut, als seien sie das Gewissen der Gesellschaft und Religion der einzige Quell menschlicher Moralvorstellungen. dabei kommt eine humanistische Ethik, die auf Vernunft und Logik basiert, sehr gut ohne Mythen aus und räumt auch endlich mit dem Irrglauben auf, der Mensch sei die Krone der Schöpfung.

jemand schrieb einmal, der Glaube an Jesus sei wie der Glaube an den Weihnachtsmann, nur für Erwachsene. es bleibt also zu hoffen, dass der Mensch auch dem Jesus-Mythos mit der Zeit entwächst. wie auch jedem anderen Aberglauben.

Standing up to the Left on Animal Rights

Quelle: Standing up to the Left on Animal Rights

just came across this article and thought I’d share. the author raises many good points worth discussing. interesting read that deserves more attention.

2016 – ein Rückblick

die ersten zwei Wochen sind kaum vergangen, da kann man schon mal ein kleines Resumée ziehen: 2016 hatte einen schlechten Start und wurde danach immer schlimmer.

um nur ein paar Dinge zu nennen, die in den Medien die Runde machten:

  • sexuelle Übergriffe in Köln
  • erneuter Aufmarsch der PEGIDioten; Vandalismus durch Hooligans in Leipzig/Connewitz
  • David Bowie verstorben
  • Bombenanschlag in der Türkei

da noch ein “friedliches neues Jahr” zu wünschen, klingt schon etwas zynisch, oder etwa nicht?
dennoch … ich wünsche Euch allen ein gutes Jahr 2016, Momente der Besinnung, Stunden voll Lachen, Zeit für Familie und Freunde, Liebe, Gesundheit! macht das Beste daraus. bleibt skeptisch. bleibt kreativ. bleibt auf der Suche.

P.S.: in diesem Jahr gibt es die Neujahrsgrußkarten leider mit einiger Verspätung. habt Dank für Eure Nachsicht!

Aside

Previous Older Entries