Eine neue Geschichte beginnt

… oder besser: Sie ist im Entstehen begriffen. Das Manuskript für den Erzählband »Alles findet sich« durchläuft das Verlagslektorat, da ist die Zeit günstig, sich den Projekten zuzuwenden, die während der Arbeit an den Kurzgeschichten auf der Strecke geblieben sind.

Venedig. Dies ist der Schauplatz des aktuellen Romanmanuskripts, an dem ich gemeinsam mit Co-Autorin Daniela Goldschmidt arbeite. Allzu viel darf ich natürlich noch nicht verraten, aber es sei gesagt, dass auch die Mafia, deren Einflussbereich für gewöhnlich abseits der Lagunenstadt liegt, eine Rolle spielt. Ein Clanmitglied ist ins Visier eines Syndikats von Auftragsmördern geraten, doch der Attentäter hat seine eigenen Methoden, den Auftrag zu erledigen. Wer aber ist der Auftraggeber?

Ein zweiter Handlungsstrang beginnt in Florenz, wo der Alltag eines jungen DJs auf den Kopf gestellt wird, als eines Morgens eine junge Frau an seiner Tür klingelt, die sich als seine Schwester vorstellt. Sie beantwortet ihm die Frage, weshalb seine Eltern ihn vor Jahren im Stich ließen und bittet ihn, gemeinsam mit ihr nach Venedig zu reisen. Doch was ihm dort begegnet, wird sein Leben nachhaltig erschüttern …

wenn diese kurze, sehr kryptische Zusammenfassung nun Eure Neugier geweckt hat, so seid versichert, weitere Updates werden folgen!

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:NEWSFLASH: Lesung zur Schriftgut

Salute, liebe Leserschaft!

Lange war es still hier, aber es gibt den Blog noch und ich habe das Schreiben nicht aufgegeben. Im Gegenteil, in den letzten Monaten gab es viel Arbeit für die Dresdner Literaturner, zu denen auch ich gehöre. (nur, falls sich jemand fragt, was es mit dem Blog-Titel auf sich hat … als einzige nehme ich jeden Monat den weiten Weg von L.E. in Sachsens Hauptstadt auf mich 😉 ) Dabei blieb wenig Zeit für andere Projekte.

Nach Monaten des Tüftelns, Schreibwerkelns, Lesens, Gegenlesens und Überarbeitens (und nochmaligem, und nochmaligem …) gibt es endlich die gute Nachricht: Im Frühjahr 2015 erscheint der zweite Erzählband der Dresdner Literaturner »Alles findet sich« beim Dresdner Buchverlag .

Dazu an gegebener Stelle mehr. Um auf die eigentliche Sache dieses Updates zu kommen: Zur 3. Schirftgut Messe (07.11.2014 – 09.11.2014) in Dresden sind die Literaturner mit einem eigenen Stand vertreten und stellen am 08. 11. bereits einige der neuen Texte vor, die sich in ihrer Gänze später im Erzählband nachlesen lassen. Seid also gespannt und freut euch auf einen unterhaltsamen Samstag Nachmittag – gelesen wird ab 14 Uhr im Musikzimmer.

Mit welchen weiteren Veranstaltungen sich der Verein auf der Messe präsentiert, erfahrt ihr auf dessen Homepage unter http://literaturner.de/

Ich hoffe, man sieht sich! 🙂

Dialogue Surprise: Der Geist in unserem Haus

»Da gibt es diesen Geist in unserem Haus.«
»Ach was.«
»Ja! Viele haben ihn schon gesehen!«
»Hat man von Jesus auch behauptet. Traue niemals einem Augenzeugen, wenn du nicht selbst dabei warst.«
»Ja, Jesus, das ist etwas anderes! Aber ich rede nicht von Märchen aus der Bronzezeit, sondern einem richtigen Geist.«
»Ockhams Rasiermesser! Wie wär’s, wenn du das mal nutzt?«
»Du und deine Logik! Kann die vielleicht den Geist erklären?«
»Da gibt es nichts zu erklären. Schon mal von optischen Täuschungen gelesen?«
»Aber ich sage dir, da war ein Geist! Sieben Menschen können sich nicht irren.«
»Und wenn es fünf Milliarden wären, das besagt nur, dass alle derselben Täuschung aufgesessen sind.«
»Und was, wenn ich ihn auch gesehen habe?«
»Dann rate ich dir, entweder die Finger von Halluzinogenen zu lassen, oder dich auf Epilepsie untersuchen zu lassen.«
»Ich höre doch keine Stimmen!«
»Okay, dann vielleicht Schizophrenie. Die Wahrscheinlichkeit, dass du dich irrst, ist größer als irgendwelche Magie, die im Spiel ist.«
»Ockhams Rasiermesser, wie?«
»Na jedenfalls nicht Noethers Theorem
»Vielen Dank. Sonst noch etwas?«
»Ja. Beim nächsten Mal schenke ich dir ein Venn-Diagramm des irrationalen Unsinns in Posterform. Dann siehst du, wieviel Aberglaube noch zwischen dir und Scientology liegt.«

 

AN: Der Text entstand im Rahmen einer Schreibübung. Entstehen sollte ein Dialog zum Thema Hausgeister. Zeitvorgabe: 15 Minuten.

Leipziger Buchmesse – eine Nachbetrachtung

wie jedes Jahr, besuchte ich auch in diesem März die LBM, erstmals an allen vier Tagen. ich traf viele liebe Menschen und sammelte viele schöne Erinnerungen. leider auch eine nicht so schöne, doch dazu später mehr …

der Donnerstag begann zunächst mit einer kleinem Rundgang durch die Hallen – alles noch recht übersichtilich, kein großes Gedränge, verglichen mit den folgenden Tagen. nach einem kleinen Hallo am Stand des Dresdner Buchverlags schaute ich mich, gemeinsam mit einer Freundin, in Halle 4 um und stieß dabei auf einen Anbieter handgefertigter Postkartenmotive – Farbradierungen von Bernd Hauck, deren Originale er ebenfalls zum Kauf anbot. seine Motive zeichnen sich durch eine dichte Atmosphäre und viel Liebe zum Detail aus. Zudem wartete jede Karte auf der Rückseite mit einem ausgewählten Gedicht oder passendem Aphorismus auf. (unter Hauck-art.de findet der geneigte Leser eine Auswahl) Als Eulenliebhaberin habe ich mich letztlich für die “Eulenweisheit” entschieden, nicht zuletzt, weil der geheimnisvollen Eule ein Gedicht von Charles Baudelaire beigefügt war.

Freitag hatte ich Gelegenheit, Vince Ebert live auf der Bühne zu sehen. nach einer unterhaltsamen halben Stunde ging es dann auch weiter zur Antiquariatsmeile – alte Bücher sind überhaupt das Schönste, doch leider ist nie genug Platz in der Wohnung, um all die Kleinode unterzubringen. So hat letztlich ein Gedichtband von Hermann Hesse aus der Insel-Bücherei und der Roman “Reißt die Knospen ab” von Kenzaburô Ôe, auf Empfehlung einer lieben Freundin, den Weg in mein Regal gefunden.

Nach den ersten Fachvorträgen vom Donnerstag und Freitag kam ich am Samstag erstmals dazu, einige Lesungen zu besuchen. Es blieb bei den zwei Lesungen von Holly Loose, der aus dem Folgeband der “Weißen Geschichten” vorlas, und Dirk Berneman, der unter anderem eine zeitgenössische Max und Moritz Adaption vortrug.
anschließend gab es noch einmal einen Abstecher in Halle 1, die gänzlich der Manga- und Comic Convention gewidmet war. Dort kaufte ich mir dann auch den Trafalgar-Hut, den ich mir schon am Donnerstag ausgesucht hatte. (leider währte das Glück nicht lange, da ich ihn schon am Sonntag wieder verlor – fragt nicht, wie! sein Verlust fiel mir nach einem Fachvortrag am Sonntag Nachmittag auf, aber leider hat ihn wohl jemand mitgenommen und nicht im Fundbüro abgegeben.)

Sonntag erreichte ich das Messegelände erst am frühen Nachmittag – das Wetter war teilweise so stürmisch, dass ich überlegte, ganz zu Hause zu bleiben. angesichts des Verlusts meines Huts wäre das wohl auch besser gewesen … davon ab, habe ich noch einiges über die neue Autorenwelt von Sandra Uschtrin erfahren, die seit kurzem online ist und Autoren und anderen im Literaturbetrieb Tätigen einen Ort zum Vernetzen bietet. als Autor hat man dort die Möglichkeit, Lektoren und Veranstalter zu finden, sowie, in einem weiteren Schritt, seine Bücher direkt zu verkaufen. bisher ist die Seite noch in ihrer Beta-Phase, doch man darf gespannt sein.

leider gab es auch in diesem Jahr wieder einige Veranstaltungen, die ich aus Zeitmangel einfach nicht mitnehmen konnte, obwohl ich sie gern besucht hätte. aber es war sicher nicht die letzte Buchmesse und so freue ich mich schon auf das kommende Jahr und ein vielfältiges Programm.

Zunächst aber steht im November die Schriftgutmesse in Dresden an, doch dazu später mehr.

in gedenken …

heute vor 2 jahren verstarb Christopher Hitchens, streitbarer journalist, intelektueller und stimme der vernunft gegen aberglauben und religiösen fanatismus.

er kritisierte zu recht den hype um Mutter Theresa, die alles andere als eine heilige war, setzte sich ein für eine säkulare gesellschaft und vertrat zuweilen auch unpopuläre positionen, selbst auf die gefahr hin, jene zu befremden, die ihn bewunderten.

er war belesen und witzig, in debatten schlagfertig – der ‘Hitchslap’ traf so manchen theologen, der statt mit vernunft und logik allein auf der grundlage des glaubens zu argumentieren versuchte.

Hitchens’ buch God Is Not Great [deutscher titel: Der Herr ist kein Hirte] ist nicht nur eine streitschrift gegen religion, sondern auch ein plädoyer für ein erfülltes leben frei von religion – eines, wie er es vorgelebt hat.

danke, Hitch!

kleines Update, oder: die Bardinale kommt!

auch in diesem Jahr werden die Dresdner Literaturner wieder auf der Bardinale zugegen sein. Am 14. 09. lesen wir ab 12:15 Uhr in der Villa Augustin. nach der Lesung stehen wir dem geneigten Publikum gern für Fragen zur Verfügung, zögern Sie also nicht, uns auf ein Gläschen Wein einzuladen. 😉

 

am selben Tag findet auch der erste Vegan Summer Day in Leipzig statt, eine Veranstaltung, auf die ich mich schon des längeren freue. nach der Bardinale werde ich mit Sicherheit noch dort anzutreffen sein.

was gibt es sonst Neues?
seit kurzem arbeite ich am Drehbuch eines Kurzfilmprojekts mit. davon werde ich später noch berichten.

ein wochenende in Thüringen

der anlass für meinen besuch im schönen nachbarbundesland war kein geringerer als ein konzert von Sebastian Lohse.
überraschenderweise gewann ich zwei karten für dasselbe, und da Tabarz, ort der veranstaltung, unweit von Ilmenau situiert ist, fuhr ich mit einer freundin, die mich freundlich bei sich aufnahm, genau dort hin.
es gab dank eines gewissen online-routenplaners kaum schwierigkeiten, die alte rewehalle zu finden. zu unserer überraschung enterte herr Lohse allein die bühne und spielte in gut zwei stunden, die viel zu schnell vorüber gingen, chansons seines Erfolg!sprogramms – unter anderem auch ein völlig neues stück, das er bisher nach eigenen angaben nie zuvor live dargeboten hat. ein gastmusiker, zugleich gastgeber des abends, begleitete ihn bei “Gegen den Strich” – nur eines meiner lieblingslieder, die an diesem abend gespielt wurden – auf der mundharmonika. abschluss bildete eine vertonte nachdichtung des En sourdine von Paul Verlaine, mit dem wir als dritte zugabe in die nacht entlassen wurden.
noch ganz begeistert von dem konzert ging es zurück nach Ilmenau – die nacht war klar und wir hatten uns ein teleskop beschafft, um sterne zu beobachten. doch es wurde uns bald zu kalt, und so beschlossen wir, nach einem kleinen mitternachtsimbiss noch einen film zu schauen. die wahl fiel auf Fluch der Karibik – Teil 1. eine zusammenfassung dieses films muss ich an dieser stelle wohl nicht mehr geben.
am anderen tag ging es weiter nach Eisenberg. auch das ein hübsches städtchen mit einer sehenswerten, wenn auch überschaubaren altstadt. das wetter war endlich einmal frühlingshaft, wie es sein sollte, sodass wir einen kleinen spaziergang unternahmen, ehe es für mich wieder zurück nach Leipzig ging.
was ich von diesem wochenende mitnehme, ist jede menge inspiration und neue motivation; zwei dinge, die nicht hoch genug zu schätzen sind.

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