Neues Jahr – neue Projekte!

Langsam gehen die Planungen für die Buchmesse in die heiße Phase. Merkt euch schon einmal den 20.03.19 vor, denn am Mittwoch vor der LBM lesen die Autoren des Leipziger Autorenstammtischs in der Bibliothek Walter Hofmann aus ihren z.T. noch unveröffentlichten Werken. Details werden noch bekannt gegeben.

Der Buchmessechor widmet seine Lieder in diesem Jahr dem Thema »Freiheit«. Die Anmeldung ist raus und ich hoffe, in diesem Jahr wieder dabei sein zu können.

So oder so ist die Leipziger Buchmesse das literarische Highlight des Frühjahrs und ich freue mich auf ein paar spannende Lesungen, Vorträge und viele interessante Begegnungen.

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Aside

Buchmesse and stuff

Die Leipziger Buchmesse steht mal wieder vor der Tür! In diesem Jahr freue mich sehr, Teil des Buchmessechors zu sein. Auf gut Glück hatte ich mich vor ein paar Wochen beworben, und siehe da: Vor einigen Tagen erhielt ich die Zusage per Mail samt einer Freikarte für den Sonntag. Jetzt heißt es also üben, üben, üben! Meine vom-Blatt-singen-Fähigkeiten sind doch etwas eingerostet … (im Chor, in dem ich ansonsten singe, waren sie bisher nicht erforderlich ^^’)

Vielleicht trifft man sich also am Sonntag. Oder bereits freitags zu einer der Lesungen in der Umweltbibliothek? Zunächst liest dort um 9 Uhr Constanze Spengler aus ihrem Kinderbuch »Willkommen im Hirschkäfergrill«.
Um 19:00 wird es dann politisch: Fast 3 Jahrzehnte sind seit der Wiedervereinigung Deutschlands verstrichen. Aber wie war das eigentlich damals in der DDR? Über Antworten und Erfahrungen berichten die Herausgeberinnen des Buches »Wie war das für Euch? – Die dritte Generation Ost im Gespräch mit ihren Eltern«

Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen frei, doch da die räumlichen Kapazitäten der Umweltbibliothek begrenzt sind, ist es vorteilhaft, sich vorher anzumelden.

Wer die Umweltbibliothek Leipzig noch nicht kennt, dem sei sie hiermit wärmstens empfohlen. Schon des öfteren habe ich dort tolle Bücher ausleihen können – derzeit zum Thema Sensen, da ich kürzlich meine Passion dafür wiederentdeckt habe. Vermutlich in einem Anflug von Nostalgie, denn ich erinnere mich, wie ich als Kind meinen Eltern oft beim Heu sensen zugeschaut habe und schon damals von dem Werkzeug fasziniert war (das ich natürlich nicht anrühren durfte, wegen der Verletzungsgefahr ^^).
Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich um eine Fachbibliothek, deren umweltpädagogische Ausrichtung besonders für Lehrer, Kita-Betreuer, aber auch junge Eltern interssant ist. Für letztere ist sicher die eigens eingerichtete KinderLeseInsel ein willkommener Ort, um ihren Kindern vorzulesen oder mit ihnen die neuesten Spiele auszuprobieren.
Hobbybotaniker, Urban Gardener und Upcycler werden in der Umweltbibliothek ebenso fündig wie Freunde der Philosophie und Sozialwissenschaften, denn es gibt einen gut sortierten Bestand an aktuellen Büchern, Zeitschriften und DVDs. Belletristik findet man eher weniger, aber es gibt sie! Natürlich mit Bezug zu umweltspezifischen Themen 🙂

Und da wir gerade von Belletristik sprechen … lange Zeit war Haruki Murakami nahezu er einzige zeitgenössische Autor, dessen Bücher ich geradezu verschlungen habe. Aber durch einen Zufall (oder etwas ähnliches) fiel mir ein Buch von Yoko Ogawa in die Hände, deren Stil mich ebenfalls bezauberte. Ihr Roman »Der Herr der kleinen Vögel« ist eine melancholische, nahezu entrückte Geschichte zweier Brüder, die sich in ihre eigene Lebenswelt zurückziehen, was immer weniger Berührungspunkte mit der Außenwelt zulässt.
Es ist das erste Buch, das ich von ihr lese, aber schon jetzt bin ich sicher, dass mir auch andere Romane aus ihrer Feder gefallen werden. 🙂

Falls ihr eine Buchempfehlung habt, dann immer her damit! Die Liste der noch zu lesenden Bücher wächst stetig.

Aside

Leipziger Buchmesse – eine Nachbetrachtung

wie jedes Jahr, besuchte ich auch in diesem März die LBM, erstmals an allen vier Tagen. ich traf viele liebe Menschen und sammelte viele schöne Erinnerungen. leider auch eine nicht so schöne, doch dazu später mehr …

der Donnerstag begann zunächst mit einer kleinem Rundgang durch die Hallen – alles noch recht übersichtilich, kein großes Gedränge, verglichen mit den folgenden Tagen. nach einem kleinen Hallo am Stand des Dresdner Buchverlags schaute ich mich, gemeinsam mit einer Freundin, in Halle 4 um und stieß dabei auf einen Anbieter handgefertigter Postkartenmotive – Farbradierungen von Bernd Hauck, deren Originale er ebenfalls zum Kauf anbot. seine Motive zeichnen sich durch eine dichte Atmosphäre und viel Liebe zum Detail aus. Zudem wartete jede Karte auf der Rückseite mit einem ausgewählten Gedicht oder passendem Aphorismus auf. (unter Hauck-art.de findet der geneigte Leser eine Auswahl) Als Eulenliebhaberin habe ich mich letztlich für die “Eulenweisheit” entschieden, nicht zuletzt, weil der geheimnisvollen Eule ein Gedicht von Charles Baudelaire beigefügt war.

Freitag hatte ich Gelegenheit, Vince Ebert live auf der Bühne zu sehen. nach einer unterhaltsamen halben Stunde ging es dann auch weiter zur Antiquariatsmeile – alte Bücher sind überhaupt das Schönste, doch leider ist nie genug Platz in der Wohnung, um all die Kleinode unterzubringen. So hat letztlich ein Gedichtband von Hermann Hesse aus der Insel-Bücherei und der Roman “Reißt die Knospen ab” von Kenzaburô Ôe, auf Empfehlung einer lieben Freundin, den Weg in mein Regal gefunden.

Nach den ersten Fachvorträgen vom Donnerstag und Freitag kam ich am Samstag erstmals dazu, einige Lesungen zu besuchen. Es blieb bei den zwei Lesungen von Holly Loose, der aus dem Folgeband der “Weißen Geschichten” vorlas, und Dirk Berneman, der unter anderem eine zeitgenössische Max und Moritz Adaption vortrug.
anschließend gab es noch einmal einen Abstecher in Halle 1, die gänzlich der Manga- und Comic Convention gewidmet war. Dort kaufte ich mir dann auch den Trafalgar-Hut, den ich mir schon am Donnerstag ausgesucht hatte. (leider währte das Glück nicht lange, da ich ihn schon am Sonntag wieder verlor – fragt nicht, wie! sein Verlust fiel mir nach einem Fachvortrag am Sonntag Nachmittag auf, aber leider hat ihn wohl jemand mitgenommen und nicht im Fundbüro abgegeben.)

Sonntag erreichte ich das Messegelände erst am frühen Nachmittag – das Wetter war teilweise so stürmisch, dass ich überlegte, ganz zu Hause zu bleiben. angesichts des Verlusts meines Huts wäre das wohl auch besser gewesen … davon ab, habe ich noch einiges über die neue Autorenwelt von Sandra Uschtrin erfahren, die seit kurzem online ist und Autoren und anderen im Literaturbetrieb Tätigen einen Ort zum Vernetzen bietet. als Autor hat man dort die Möglichkeit, Lektoren und Veranstalter zu finden, sowie, in einem weiteren Schritt, seine Bücher direkt zu verkaufen. bisher ist die Seite noch in ihrer Beta-Phase, doch man darf gespannt sein.

leider gab es auch in diesem Jahr wieder einige Veranstaltungen, die ich aus Zeitmangel einfach nicht mitnehmen konnte, obwohl ich sie gern besucht hätte. aber es war sicher nicht die letzte Buchmesse und so freue ich mich schon auf das kommende Jahr und ein vielfältiges Programm.

Zunächst aber steht im November die Schriftgutmesse in Dresden an, doch dazu später mehr.

Leipziger Buchmesse

es ist mal wieder buchmessenwochenende … und ich bin auf dem weg zur lesung der Dresdner Literaturner. was wir lesen? findet es heraus, ab 20 Uhr im La Petite (Münzgasse 3). der eintritt ist frei!

Schriftgut – eine Nachbetrachtung

die erste Dresdner Literaturmesse neigt sich ihrem ende entgegen – doch kein grund zum traurig sein: nach einem sehr erfolgreichen start steht der termin für das kommende jahr schon fest, so dass es für die veranstalter heißt: nach der messe ist vor der messe.

für mich, die die messe am samstag besucht hat, gab es mehrere highlights in ganz verschiedener hinsicht.

zuerst zu nennen ist natürlich die podiumsdiskussion der Dresdner Literaturner zum thema »Schreiben – ein einsames Handwerk?«, in welcher die arbeit von autorengruppen, vereinen und onlineforen beleuchtet wurde. unter der leitung von Yvonne Schönlein, der vizevorsitzenden des Dresdner Literaturner e.V., diskutierten Rolf Bergmann und Willi Hetze die aktuellen veränderungen der schriftstellerischen arbeitsweise, die sich durch die zunehmende digitalisierung ergeben.

bei einem anschließenden besuch am gut frequentierten stand des Dresdner Buchverlags, der auch den ersten erzählband der Dresdner Literaturner herausbrachte, eröfffnete sich sogleich ein weiterer höhepunkt, der besonders mich als Sherlock Holmes fan begeisterte: der erste roman, »A Study in Scarlet«, um die bekannte und beliebte figur von Sir Arthur Conan Doyle wurde neu übersetzt und in einer auf 1000 stück limitierten mit seriennummer versehenen edition veröffentlicht. erschienen ist band bei Zwiebooks, und wie der name der tochtersektion des Dresdner Bucheverlags bereits erahnen lässt, ist das besondere an dem buch seine ›doppelseitigkeit‹: zum einen natürlich der englische original text, zum anderen (quasi über kopf!) die übersetzte version nach Vivien Ernst, die zusätzlich mit kommentaren in den fußnoten versehen ist, wenn gewisse dinge der erklärung bedürfen, wie etwa das damals übliche englische banknotensystem (an dem ich beim lesen des originaltexts früher immer verzweifelt bin und für eine knappe erläuterung dankbar gewesen wäre). abgerundet wird das ganze durch ein dynamisches lesebändchen, in welches die seriennummer imprägniert ist (und bevor sich potentielle käufer hoffnungen machen, die begehrte nummer 221 ist bereites der Sherlock Holmes Gesellschaft vermacht (;) das frontcover der englischen ›hälfte‹ des buches zeigt eine holzpfeife, wie man sie von Sherlock kennt, der gern mal eine raucht, wenn er sich mit einem problem beschäftigt. das ›rück-cover‹ ziert ein fingerabdruck, sozusagen als fingerzeig auf das bevorstehende abenteuer des Dedektives und seines Chronisten Doktor Watson. aufgrund der außergewöhnlichen ›zweiköpfigkeit‹ ist das buch handgebunden, was seinen preis von 34,90 € allemal rechtfertigt. über den inhalt muss sicher nichts mehr gesagt werden. die erste auflage erschien erst jüngst im November dieses jahres. Sherlock Holmes fans sollten sich auf jeden fall ein exemplar für ihren bücherschrank sichern! (ISBN: 978-3-943451-02-3)

zu guter letzt besuchte ich den poetry slam, der den samstag abend abrundete. mir wurde empfohlen, ihn keinesfalls zu verpassen und ich wurde nicht enttäuscht. 8 junge poeten traten in zwei runden gegeneinander an, ehe sich die vier besten nochmals im finale begegneten. am ende gewann auch mein persönlicher favorit, ein junger mann (dessen namen mir, wie ich gestehen muss, leider entfallen ist …), der in der ersten runde das publikum mit einem text über seine “kleine nerd-freundin” überzeugte und schließlich mit seinem zweiten text, einem aufzählungstext, der in der aufforderung gipfelte, seine zeit zu nutzen und nicht zu verträumen, den sieg errang.

abschließend halte ich fest, dass dieser samstag ein gelungener messetag war – die anreise aus Leipzig hat sich in jedem fall gelohnt. nun sind die erwartungen für das kommende jahr hoch gesteckt!

Schriftgut I & II

nun steht es also fest! Die Dresdner Literaturner werden am Samstag, den 10. 11. um 18:00 Uhr eine Podiumsdiskussion auf dem Roten Sofa leiten. Thema ist die künstlerische Zusammenarbeit und wie das Internet diese verändert hat.

am Sonntag dann gibt es um 14:00 Uhr eine Lesung, bei der die Autorengruppe Geschichten aus ihrem ersten Erzählband vorträgt.

Seien Sie gespannt und herzlich eingeladen, die erste Dresdner Literaturmesse zu besuchen!