Writers Write: An Interview with your Protagonist – and Antagonist

Die Aufgabe des Daily Writing Prompt bestand diesmal aus einem fiktiven Interview, in dem sowohl Protagonist als auch Antagonist darlegen sollten, weshalb sie die perfekte Wahl für ihre Rolle sind. Aus gegebenem Anlass, dem Erscheinen des zweiten Erzählbandes der Dresdener Literaturner, habe ich mich für die Hauptfiguren aus »Das Portrait« entschieden. Marius und Lyndon nahmen sich Zeit, die Frage zu beantworten.


 

So, Marius, what is it that makes you the perfect Protagonist?

M: Well, as an artist there are many problems you have to face: The everyday struggle to live off your work, facing creative crisis, getting along with your irritating flatmate …

L (aside): Spouse, you mean.

M: Shut it! – Just ignore him. He’s the reason why there is so much drama in the first place. He always drives me nuts and up the wall.

L: Last time a wall was involved you didn’t seem to bother.

M: Shut it! – You see? He’s always like this! And I have to deal with his sarcasm every day since we’ve moved together.

L: I am so-not-sorry.

M: Shut it! (Sighs) You see, I was an ordinary student of art who had some minor problems until …

L: I wouldn’t call facing homelessness a minor problem exactly.

M (blushing): Yes, thank you. To be fair, he helped me out when I was in trouble but from then on problems really got started. I mean, look at him! He’s so damn …

L: … attractive? Clever? Irresistible?

M: … sure of himself! And I felt like a …

L: Moth to the flame?

M: … coward for letting him have his way with me.

L: What an interesting choice of words you have. Always so convenient.

M: Shut up!

L: Make me!

Well, that escalated quickly. I think the question why Lyndon is the perfect Antagonist answers itself. Anyway, thank you guys for the interview. Ahm, … guys?


[sentimental epilogue]

L: Now that was fun, wasn’t it?

M: …

L: What? Still angry about the spouse-calling?

M: No. If anything, I have to apologize for calling you simply my flatmate. You do mean much more to me, you know?

L (slightly smiling): I’m aware of that. Besides, I’m not as confident as you think me to be. In the beginning I really was afraid you’d rejected me.

M (perplexed): You were?

L: Yes. It took me quite a while to see through your masquerade. Sometimes I actually was convinced you hated me.

M: I could never hate you. Never. In fact, quite the opposite is true.

L: I’m glad to hear that. Because, you know, the feeling is mutual.


 

falls eine Übersetzung ins Deutsche gewünscht wird, bitte einfach in den Kommentaren anfragen.

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Schriftgut – eine Nachbetrachtung

die erste Dresdner Literaturmesse neigt sich ihrem ende entgegen – doch kein grund zum traurig sein: nach einem sehr erfolgreichen start steht der termin für das kommende jahr schon fest, so dass es für die veranstalter heißt: nach der messe ist vor der messe.

für mich, die die messe am samstag besucht hat, gab es mehrere highlights in ganz verschiedener hinsicht.

zuerst zu nennen ist natürlich die podiumsdiskussion der Dresdner Literaturner zum thema »Schreiben – ein einsames Handwerk?«, in welcher die arbeit von autorengruppen, vereinen und onlineforen beleuchtet wurde. unter der leitung von Yvonne Schönlein, der vizevorsitzenden des Dresdner Literaturner e.V., diskutierten Rolf Bergmann und Willi Hetze die aktuellen veränderungen der schriftstellerischen arbeitsweise, die sich durch die zunehmende digitalisierung ergeben.

bei einem anschließenden besuch am gut frequentierten stand des Dresdner Buchverlags, der auch den ersten erzählband der Dresdner Literaturner herausbrachte, eröfffnete sich sogleich ein weiterer höhepunkt, der besonders mich als Sherlock Holmes fan begeisterte: der erste roman, »A Study in Scarlet«, um die bekannte und beliebte figur von Sir Arthur Conan Doyle wurde neu übersetzt und in einer auf 1000 stück limitierten mit seriennummer versehenen edition veröffentlicht. erschienen ist band bei Zwiebooks, und wie der name der tochtersektion des Dresdner Bucheverlags bereits erahnen lässt, ist das besondere an dem buch seine ›doppelseitigkeit‹: zum einen natürlich der englische original text, zum anderen (quasi über kopf!) die übersetzte version nach Vivien Ernst, die zusätzlich mit kommentaren in den fußnoten versehen ist, wenn gewisse dinge der erklärung bedürfen, wie etwa das damals übliche englische banknotensystem (an dem ich beim lesen des originaltexts früher immer verzweifelt bin und für eine knappe erläuterung dankbar gewesen wäre). abgerundet wird das ganze durch ein dynamisches lesebändchen, in welches die seriennummer imprägniert ist (und bevor sich potentielle käufer hoffnungen machen, die begehrte nummer 221 ist bereites der Sherlock Holmes Gesellschaft vermacht (;) das frontcover der englischen ›hälfte‹ des buches zeigt eine holzpfeife, wie man sie von Sherlock kennt, der gern mal eine raucht, wenn er sich mit einem problem beschäftigt. das ›rück-cover‹ ziert ein fingerabdruck, sozusagen als fingerzeig auf das bevorstehende abenteuer des Dedektives und seines Chronisten Doktor Watson. aufgrund der außergewöhnlichen ›zweiköpfigkeit‹ ist das buch handgebunden, was seinen preis von 34,90 € allemal rechtfertigt. über den inhalt muss sicher nichts mehr gesagt werden. die erste auflage erschien erst jüngst im November dieses jahres. Sherlock Holmes fans sollten sich auf jeden fall ein exemplar für ihren bücherschrank sichern! (ISBN: 978-3-943451-02-3)

zu guter letzt besuchte ich den poetry slam, der den samstag abend abrundete. mir wurde empfohlen, ihn keinesfalls zu verpassen und ich wurde nicht enttäuscht. 8 junge poeten traten in zwei runden gegeneinander an, ehe sich die vier besten nochmals im finale begegneten. am ende gewann auch mein persönlicher favorit, ein junger mann (dessen namen mir, wie ich gestehen muss, leider entfallen ist …), der in der ersten runde das publikum mit einem text über seine “kleine nerd-freundin” überzeugte und schließlich mit seinem zweiten text, einem aufzählungstext, der in der aufforderung gipfelte, seine zeit zu nutzen und nicht zu verträumen, den sieg errang.

abschließend halte ich fest, dass dieser samstag ein gelungener messetag war – die anreise aus Leipzig hat sich in jedem fall gelohnt. nun sind die erwartungen für das kommende jahr hoch gesteckt!

Schriftgut I & II

nun steht es also fest! Die Dresdner Literaturner werden am Samstag, den 10. 11. um 18:00 Uhr eine Podiumsdiskussion auf dem Roten Sofa leiten. Thema ist die künstlerische Zusammenarbeit und wie das Internet diese verändert hat.

am Sonntag dann gibt es um 14:00 Uhr eine Lesung, bei der die Autorengruppe Geschichten aus ihrem ersten Erzählband vorträgt.

Seien Sie gespannt und herzlich eingeladen, die erste Dresdner Literaturmesse zu besuchen!

Ein Grund zum Feiern!

Die Dresdner Literaturner begehen ihr fünfjähriges Jubiläum!
Und falls Sie aus irgend einem Grund die Oktoberlesung versäumt haben, haben Sie zur ersten Dresdner Literaturmesse »Schriftgut« in der Börse Dresden gleich zwei Mal erneut die Gelegenheit, uns live zu erleben. Jeweils am 11. und 12. 11. 2012 werden wir zugegen sein und uns und unsere Arbeit vorstellen.

Bis dahin geben Sie auf sich Acht und genießen Sie das Herbstwetter – bei Sonne im Freien, oder bei Regen zu Hause mit einem guten Buch!

Hello world!

willkommen auf meinem blog!

es ist anfang oktober, zeit, etwas neues zu beginnen! (die angewohnheit, alles klein zu schreiben, ist allerdings nicht neu.)
der herbst ist da, und damit einhergehend werden die tage kälter und kürzer und sowieso viel unschöner als sie es noch im sommer waren. oder nicht? es beginnt wieder die zeit des lauschigen vor dem kamin sitzens, bei einer guten tasse tee oder schokolade oder wahlweise einem anderen getränk und natürlich einem guten buch. ans herz lege ich da jedem den erzählband »Drei Worte« der Dresdner Literturner, erschienen im Dresdner Buchverlag.

und auch freunde des passiv-lesens kommen am 12. 10. in den genuss, ausgewählte geschichten daraus zu hören. die Dresdner Literaturner laden ab 20 uhr ins Erdgeschoss Kaffeekultur zu Dresden zur lesung ein. die geneigten besucher erwarten humorvolle, einfühlsame und dramatische texte, die zuweilen von kuriosen begebenheiten erzählen.  wenn Sie schon immer wissen wollten, wie ein gärtner ins weltall kommt oder was es mit dem geheimen doppelleben eines sauerkrautkochs auf sich hat, sollten Sie die lesung in keinem fall versäumen.

weitere veranstaltungstipps folgen, doch natürlich soll es hier nicht nur um termine gehen.

von etwas neuem war die rede. die Dresdner Literaturner arbeiten derzeit eifrig an ihrem zweiten erzählband – doch dazu später an anderer stelle mehr.

zum schluss ein völlig aus dem zusammenhang gerissener gedanke: in wenigen monaten ist weihnachten … oder das ende der welt – welches ereignis bevorzugen Sie?