News: Lesung im September

Lange gab es hier nichts Neues, hauptsächlich deswegen, weil die Arbeit am Manuskript sehr viel Zeit verschlang. Doch nun eine gute Nachricht: Am 26. September lese ich gemeinsam mit den Kolleginnen vom BvjA Autorenstammtisch in der Stadtteilbibliothek Süd zu Leipzig. Beginn ist 19 Uhr, der Eintritt ist frei. Hier alle Infos auf einen Blick:

Save the Date!

Besagtes Manuskript ist übrigens in der Beta-Phase. An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an alle, die sich als Beta-Leser zur Verfügung gestellt haben! Ohne euch wäre mir einiges entgangen. 🙂

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Buchmesse and stuff

Die Leipziger Buchmesse steht mal wieder vor der Tür! In diesem Jahr freue mich sehr, Teil des Buchmessechors zu sein. Auf gut Glück hatte ich mich vor ein paar Wochen beworben, und siehe da: Vor einigen Tagen erhielt ich die Zusage per Mail samt einer Freikarte für den Sonntag. Jetzt heißt es also üben, üben, üben! Meine vom-Blatt-singen-Fähigkeiten sind doch etwas eingerostet … (im Chor, in dem ich ansonsten singe, waren sie bisher nicht erforderlich ^^’)

Vielleicht trifft man sich also am Sonntag. Oder bereits freitags zu einer der Lesungen in der Umweltbibliothek? Zunächst liest dort um 9 Uhr Constanze Spengler aus ihrem Kinderbuch »Willkommen im Hirschkäfergrill«.
Um 19:00 wird es dann politisch: Fast 3 Jahrzehnte sind seit der Wiedervereinigung Deutschlands verstrichen. Aber wie war das eigentlich damals in der DDR? Über Antworten und Erfahrungen berichten die Herausgeberinnen des Buches »Wie war das für Euch? – Die dritte Generation Ost im Gespräch mit ihren Eltern«

Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen frei, doch da die räumlichen Kapazitäten der Umweltbibliothek begrenzt sind, ist es vorteilhaft, sich vorher anzumelden.

Wer die Umweltbibliothek Leipzig noch nicht kennt, dem sei sie hiermit wärmstens empfohlen. Schon des öfteren habe ich dort tolle Bücher ausleihen können – derzeit zum Thema Sensen, da ich kürzlich meine Passion dafür wiederentdeckt habe. Vermutlich in einem Anflug von Nostalgie, denn ich erinnere mich, wie ich als Kind meinen Eltern oft beim Heu sensen zugeschaut habe und schon damals von dem Werkzeug fasziniert war (das ich natürlich nicht anrühren durfte, wegen der Verletzungsgefahr ^^).
Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich um eine Fachbibliothek, deren umweltpädagogische Ausrichtung besonders für Lehrer, Kita-Betreuer, aber auch junge Eltern interssant ist. Für letztere ist sicher die eigens eingerichtete KinderLeseInsel ein willkommener Ort, um ihren Kindern vorzulesen oder mit ihnen die neuesten Spiele auszuprobieren.
Hobbybotaniker, Urban Gardener und Upcycler werden in der Umweltbibliothek ebenso fündig wie Freunde der Philosophie und Sozialwissenschaften, denn es gibt einen gut sortierten Bestand an aktuellen Büchern, Zeitschriften und DVDs. Belletristik findet man eher weniger, aber es gibt sie! Natürlich mit Bezug zu umweltspezifischen Themen 🙂

Und da wir gerade von Belletristik sprechen … lange Zeit war Haruki Murakami nahezu er einzige zeitgenössische Autor, dessen Bücher ich geradezu verschlungen habe. Aber durch einen Zufall (oder etwas ähnliches) fiel mir ein Buch von Yoko Ogawa in die Hände, deren Stil mich ebenfalls bezauberte. Ihr Roman »Der Herr der kleinen Vögel« ist eine melancholische, nahezu entrückte Geschichte zweier Brüder, die sich in ihre eigene Lebenswelt zurückziehen, was immer weniger Berührungspunkte mit der Außenwelt zulässt.
Es ist das erste Buch, das ich von ihr lese, aber schon jetzt bin ich sicher, dass mir auch andere Romane aus ihrer Feder gefallen werden. 🙂

Falls ihr eine Buchempfehlung habt, dann immer her damit! Die Liste der noch zu lesenden Bücher wächst stetig.

Aside

2016 – ein Rückblick

die ersten zwei Wochen sind kaum vergangen, da kann man schon mal ein kleines Resumée ziehen: 2016 hatte einen schlechten Start und wurde danach immer schlimmer.

um nur ein paar Dinge zu nennen, die in den Medien die Runde machten:

  • sexuelle Übergriffe in Köln
  • erneuter Aufmarsch der PEGIDioten; Vandalismus durch Hooligans in Leipzig/Connewitz
  • David Bowie verstorben
  • Bombenanschlag in der Türkei

da noch ein “friedliches neues Jahr” zu wünschen, klingt schon etwas zynisch, oder etwa nicht?
dennoch … ich wünsche Euch allen ein gutes Jahr 2016, Momente der Besinnung, Stunden voll Lachen, Zeit für Familie und Freunde, Liebe, Gesundheit! macht das Beste daraus. bleibt skeptisch. bleibt kreativ. bleibt auf der Suche.

P.S.: in diesem Jahr gibt es die Neujahrsgrußkarten leider mit einiger Verspätung. habt Dank für Eure Nachsicht!

Aside

Leipziger Buchmesse – eine Nachbetrachtung

wie jedes Jahr, besuchte ich auch in diesem März die LBM, erstmals an allen vier Tagen. ich traf viele liebe Menschen und sammelte viele schöne Erinnerungen. leider auch eine nicht so schöne, doch dazu später mehr …

der Donnerstag begann zunächst mit einer kleinem Rundgang durch die Hallen – alles noch recht übersichtilich, kein großes Gedränge, verglichen mit den folgenden Tagen. nach einem kleinen Hallo am Stand des Dresdner Buchverlags schaute ich mich, gemeinsam mit einer Freundin, in Halle 4 um und stieß dabei auf einen Anbieter handgefertigter Postkartenmotive – Farbradierungen von Bernd Hauck, deren Originale er ebenfalls zum Kauf anbot. seine Motive zeichnen sich durch eine dichte Atmosphäre und viel Liebe zum Detail aus. Zudem wartete jede Karte auf der Rückseite mit einem ausgewählten Gedicht oder passendem Aphorismus auf. (unter Hauck-art.de findet der geneigte Leser eine Auswahl) Als Eulenliebhaberin habe ich mich letztlich für die “Eulenweisheit” entschieden, nicht zuletzt, weil der geheimnisvollen Eule ein Gedicht von Charles Baudelaire beigefügt war.

Freitag hatte ich Gelegenheit, Vince Ebert live auf der Bühne zu sehen. nach einer unterhaltsamen halben Stunde ging es dann auch weiter zur Antiquariatsmeile – alte Bücher sind überhaupt das Schönste, doch leider ist nie genug Platz in der Wohnung, um all die Kleinode unterzubringen. So hat letztlich ein Gedichtband von Hermann Hesse aus der Insel-Bücherei und der Roman “Reißt die Knospen ab” von Kenzaburô Ôe, auf Empfehlung einer lieben Freundin, den Weg in mein Regal gefunden.

Nach den ersten Fachvorträgen vom Donnerstag und Freitag kam ich am Samstag erstmals dazu, einige Lesungen zu besuchen. Es blieb bei den zwei Lesungen von Holly Loose, der aus dem Folgeband der “Weißen Geschichten” vorlas, und Dirk Berneman, der unter anderem eine zeitgenössische Max und Moritz Adaption vortrug.
anschließend gab es noch einmal einen Abstecher in Halle 1, die gänzlich der Manga- und Comic Convention gewidmet war. Dort kaufte ich mir dann auch den Trafalgar-Hut, den ich mir schon am Donnerstag ausgesucht hatte. (leider währte das Glück nicht lange, da ich ihn schon am Sonntag wieder verlor – fragt nicht, wie! sein Verlust fiel mir nach einem Fachvortrag am Sonntag Nachmittag auf, aber leider hat ihn wohl jemand mitgenommen und nicht im Fundbüro abgegeben.)

Sonntag erreichte ich das Messegelände erst am frühen Nachmittag – das Wetter war teilweise so stürmisch, dass ich überlegte, ganz zu Hause zu bleiben. angesichts des Verlusts meines Huts wäre das wohl auch besser gewesen … davon ab, habe ich noch einiges über die neue Autorenwelt von Sandra Uschtrin erfahren, die seit kurzem online ist und Autoren und anderen im Literaturbetrieb Tätigen einen Ort zum Vernetzen bietet. als Autor hat man dort die Möglichkeit, Lektoren und Veranstalter zu finden, sowie, in einem weiteren Schritt, seine Bücher direkt zu verkaufen. bisher ist die Seite noch in ihrer Beta-Phase, doch man darf gespannt sein.

leider gab es auch in diesem Jahr wieder einige Veranstaltungen, die ich aus Zeitmangel einfach nicht mitnehmen konnte, obwohl ich sie gern besucht hätte. aber es war sicher nicht die letzte Buchmesse und so freue ich mich schon auf das kommende Jahr und ein vielfältiges Programm.

Zunächst aber steht im November die Schriftgutmesse in Dresden an, doch dazu später mehr.

Leipziger Buchmesse

es ist mal wieder buchmessenwochenende … und ich bin auf dem weg zur lesung der Dresdner Literaturner. was wir lesen? findet es heraus, ab 20 Uhr im La Petite (Münzgasse 3). der eintritt ist frei!

rainy day

rainy day

moi, photo by D.Goldschmidt

tatsächlich ist das bild schon einige jahre alt … aufgenommen im botanischen garten zu Leipzig

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